Wenn unser Hobby ,Jagd und Hund‘ Zukunft haben soll,, müssen wir etwas dafür tun.
In meinem Fall heißt das, meine Enkel frühzeitig und stressfrei an mein Hobby heranzuführen.
Ich glaube, in meinem Fall ist es sogar relativ einfach. Aber man darf trotzdem nicht glauben, dass jedes Kind dafür empfänglich ist.
Ich habe mittlerweile 16 Enkelkinder (aktuell zw. 0 und 12 Jahre alt) und alle haben die Möglichkeit bekommen, vom Tag der Geburt (der Welpen) dabei zu sein.
Aber jedes Kind ist anders. Und nicht jedes Kind findet Welpen anziehend.
Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass zumindest bis jetzt nicht alle Enkelkinder nur von Weitem auf die Hunde schauen.
Einer von Ihnen ist Paul, der mit 11 Jahren verstärkt Interessen an Natur, Wald und eben auch Jagdhundeausbildung zeigt.
In kleinen Schritten konnte ich ihn an das Thema heranführen.
So hatte er Gelegenheit an Welpengruppen teilzunehmen und dort die Kontaktaufnahme mit positiver Verstärkung kennenzulernen.
Parallel dazu hat er mich bei der Schweißarbeit im Wald begleitet.
Jetzt hat er Ida an die Hand bekommen und wird von mir in kleinen Schritten an die weiteren Aufgaben herangeführt. Ich bin begeistert, mit welcher intrinsischen Motivation er an
dieAusbildung herangeht und meine Hinweise annimmt.
Schon viel frühzeitiger als Paul zeigt sich die Begeisterung für den Umgang mit den Welpen bei Sophie.
Man sieht ihr die Begeisterung schon sehr früh an.
Es wird sehr spannend, ob auch sie den Weg zur Jagd finden wird.
Meine Unterstützung wird sie bekommen.
Genauso wie Thea, Luise, Hannah, Jakob, Mats, Grete, Lutz und vielleicht noch der Eine oder die Andere…..Es sind ja noch 8 Weitere……✊
Pauls Weg:
Die ersten Schritte bei der Welpenarbeit machte Paul mit der 3Monate alten Ida. Er half mit, abends die Schweißfährte für Gemma zu legen und am folgenden Morgen machte er mit Ida im Abstand von ca50m
die Fährte hinter mir her.
Erstaunlicher Weise waren die beiden ein harmonisches Gespann und Ida arbeitete so ca 15 Fährten und Paul war angefixt auch von der Athmosphäre im Wald.
Der nächste Schritt war ein Basiskurs mit Ida in der Hundeschule meines Schwagers. Hier wurde grundlegende Dinge im Umgang und in Erziehung mit einem jungen Hund geübt.
Jetzt gehen wir in das neue Jahr und Paul hat mit Ida viel an der langen Leine gearbeitet und jetzt reagiert Ida schon sehr gut auf Doppelpfiff (Rückruf) und Trillerpfiff (down).
Parallel geht Ida schon sehr gut am Fuß, sodass es nicht mehr so stressig ist, ins Feld zu gehen.
Hier üben wir jetzt die Anfänge zur freien Suche.
Die Suche im Feld haben wir auch schon bei 2 kleinen Treibjagden gemacht, wo Ida großes Interesse an Hasenfährten zeigen konnte. Aber bisher konsequent nur an der Feldleine.
VJP am 15.3.26
Ein Erlebnis der besonderen Art!
Tatsächlich durfte ich auf der Prüfung Paul den Hund führen. Hervorragende ,erwachsene’ Richter haben mich bei diesem Anliegen unterstützt und Paul durfte (vor mir herlaufend den Hund
mitunterstützenden Anweisungen durch den Richterobmann alle Prüfungsteile durchführen.
Ergebnis: 9 10 9 10 11 also alles im sehr gut und 68 Punkte insgesamt. Ein tolles Ergebnis, das auch zum Schluss noch einmal hervorgehoben wurde.
So sieht Nachwuchsförderung aus!
Dazu ist zu empfehlen, Hunde einzusetzen, die ein hohes Maß an Führigkeit mitbringen. Während der gesamten Ausbildung hat Paul keine großen Widerstände bei Ida überwinden müssen.
So ein Hund, der natürlich keine 12 in der Spur macht aber ein toller Jagd- und Familienhund im Alltag ist.