Meine Verantwortung als Züchter: 

 

Auch wenn die Methoden zur Feststellung von genomischen Zuchtwerten und deren Aussagen nicht überall Zustimmung finden, werde ich weiter versuchen mit ihrer Unterstützung meine Zuchtpaarungen zu finden, da wir nichts haben, was besser ist! 

Darüber hinaus kann ich sagen:

Meine Ergebnisse geben mir Recht! 

Ich hätte sehr gerne noch mehr wissenschaftliche Unterstützung und Methoden, die bei der Zucht von gesunden,widerstandsfähigen  und leistungsstarken Hunden hilfreich sind, sodass ich mich auf den Charakter und die jagdlichen Fähigkeiten konzentrieren kann. 

 

 

 

Die Entwicklung eines guten Charakters

 

Natürlich lege ich zunächst größten Wert auf die Qualität (Leistung und Character) der Elterntiere

mit Nachweisen über sehr gute Leistungen in den Prüfungen zum Jagdhund

und einwandfreien Charaktereigenschaften.

Aber das allein reicht nicht aus.

Aufgrund der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Wesensentwicklung (Genetik und Epigenetik)

bei Hunden, habe ich meine Zucht- und Ausbildungsanlagen 2011 neu aufgebaut.  

.

Die Haltungsbedingungen in den ersten Wochen und Monaten sind sehr

bedeutend für das Wesen der heranwachsenden Hunde. 

Deshalb ist es für mich als Züchter und Ausbilder wichtig, eine möglichst gute

'Kinderstube' zu bieten.

Mein großer Vorteil:

Wir wohnen mitten im eigenen Revier !!!

.

Mein Ziel ist es, mit instinktsicheren Zuchttieren schon zum frühestmöglichen

Zeitpunkt alle Einflussfaktoren so zu gestalten, dass sich wesensfeste,

aggressionsfreie, ausgeglichene und leichtführige Jagdhunde 

entwickeln können.

  

In Seminaren der Kynologos AG (Schweiz) zur Zucht und Wesensentwicklung

habe ich eine ganze Reihe von Einflußmöglichkeiten in den ersten Lebenswochen

kennengelernt, die ich versuche Schritt für Schritt immer besser umzusetzen.

  

Die Wissenschaft der Genetik und Epi-Genetik hat nachgewiesen,

dass die Umwelt und der Umgang mit Welpen in ersten Tagen / Wochen / Monaten 

einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Lern- und Leistungsbereitschaft,

den Charakter, die Fähigkeiten und das Wesen insgesamt haben. 

(Epi-Genetik, www.kynologos.ch -> Wissen aktuell).

  

Genau hierfür habe ich eine Menge neuer Gedanken aufgenommen und in meine

Arbeit mit den Hunden fließen immer mehr dieser Erkenntnisse ein.

Dies ist für mich ein Lern- und Erfahrungsprozess der eigentlich nie endet.

  

Interesse am Hobby (Jagd mit Hund) , Weiterbildung meines Know how's und die

Bereitschaft mein Tun und Handeln zu reflektieren, gehören für mich dazu.

  

Jeder Welpenerwerber sollte diese Bereitschaft ebenso mitbringen.

Alle Erkenntnisse sollen dazu führen, dass jeder neue Besitzer

eines Hundes aus meiner Zucht

  1. viel Freude im Alltag in der Familie
  2. Prüfungserfolge bei VJP, HZP, VGP und natürlich
  3. viel Passion und Jagderfolge  

 mit seinem gesunden Hund hat.

 

Gesunde Hunde -

d.h. ich lasse die DNA untersuchen und weiß wie die Hunde vererben

 

Die genomischen Zuchtwerte sind auf den Mittelwert von 100 ± 10 Punkte standardisiert. Dieser Wert von 100 wurde von HD-freien bzw. OCD-freien Deutsch Drahthaar-Hunden abgeleitet. Das Risiko Erbanlagen für HD bzw. OCD an die Nachkommen zu übertragen, wird umso höher, je höher die genomischen Zuchtwerte sind.

  1. Bei HD- und OCD-freien Hunden der Rasse Deutsch Drahthaar wurde ein mittlerer genomischer Zuchtwert (GZW) von 100 festgestellt.
  2. Haben die Hunde einen kleineren GZW, besitzen ein deutlich vermindertes Risiko, HD bzw. OCD weiterzuvererben.
  3. Haben Hunde einen größeren GZW, besitzen sie ein höheres Risiko Erbanlagen für HD bzw. OCD an ihre Nachkommen weiterzugeben.(Prof.Distl Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover)

Für mich heißt dass ab sofort, mir die Zuchtwerte meiner Hunde untersuchen zu lassen und auf dieser Basis die Paarungen zu wählen (soweit Werte vorliegen).

Meine Hündinnen haben folgende Werte (GZW = genomische Zuchtwertschätzung):

  • Dunja vom Schultenort: HD (90), OCD (88)  T/T   W/W
  • Filia vom Schultenort: HD (100), OCD (99)  T/T   W/W
  • Jane vom Schultenort: HD (99), OCD (98)  T/T   W/w
  • Luzie vom Schultenort HD (94), OCD (98) T/T W/w
  • Assy vom Lerchensee HD(98), OCD (101) T/T W/W
  • Biene vom Feldhook HD (99),OCD(98) T/T W/W
  • Nessi vom Schultenort HD (96), OCD (97) T/T W/w
ab 2018---------Schon im Welpenalter lasse ich das abgegebene Blut der Welpen die ich behalte auf die genomischen Zuchtwerte untersuchen--------
  1. Olanda vom Schultenort HD (96), OCD (96), T/T W/W
    • aus Luzie vom SchultenortHD (94), OCD (98) T/T W/w x Yaro II von der Dachswiese (94/84) T/T W/
  2. Palina vom Schultenort HD (95), OCD(96) T/T,W/W 
  • aus Cora v.d. Kreuzkapelle HD (104), OCD (106) T/T W/w x Nero vom Düwelsbarg (87/93) T/T W/W

Hier zeigt sich, wie gut die Berücksichtigung der GZW war !!!

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Als Zuchtrüde zu empfehlen:

  • Branko vom Schultenort: HD (93), OCD (83), T/T, W/w
  • Sepp vom Bründlfeld HD (96), OCD (97) T/T W/W
  • Anton vom Lerchensee HD (99), OCD (100) T/T W/W

Anm.:

  • T/T steht für vWD-frei  und  
  • W/W steht für homozygot Rauhaar (es wird sicher Bart vererbt)
  • W/w steht für heterozygot Rauhaar (mit einem homozygoten Partner wird Bart vererbt)

  

Strategische Zuchtpaarung:

Mein Ziel ist es nun u.a. Paarungen zu suchen, wo der Mittelwert der Paarung unterhalb 100 liegt.

(Merke <=100 ist das Ziel!)