Strategische Paarung

3 Qualitäts-Aspekte lege ich meiner Zuchtplanung zu Grunde:

 

 

1. Die tatsächliche Leistungs-Vererbung der Rüden wird über die Ostermannsche Statistik verfolgt und nur die Rüden mit passenden Werten bei:

werden zur Zucht eingesetzt. Z.B. Sepp vom Bründlfeld:


2. Die genomischen Zuchtwerte für die Gesundheit: Die HD-, OCD- und ED-Werte  werden neben dem Phänotyp (Röntgenaufnahme) auch in den Genen untersucht, die für die Vererbung an die Folgegeneration wichtig sind.


3. Die Genomische Vielfalt bei unseren DDs soll erhalten bleiben, deshalb vermeiden wir zuviele gleiche Ahnen in den Paarungen.


Dr. Reiner Beuing vom Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Justus Liebig Universität Gießen  schreibt im 
Teil 3: Praktische Konsequenzen, Erfahrungen und Aussichten:

 

.....Daher ist die Formel    ½ Zuchtwert Vater + ½ Zuchtwert Mutter  die sinnvollste Bewertungsmethode einer Paarung: Je besser der Durchschnitt der beiden Elternzuchtwerte ist, um so besser ist die Erwartung für die Nachkommen.  
Das Prinzip bedeutet, daß der Zuchtverband, wenn er Regeln für die Zucht gegen HD aufstellt, Anforderungen an die Paarung und nicht an die Tiere selbst stellen muß.  
Das hat große Vorteile für den Züchter. Er wird von der EDV-Stelle laufend über die aktuellen Vererbungserkenntnisse informiert und kann, ohne daß seine Zucht durch Zuchtsperren blockiert wird, durch passende Deckrüden seine Zucht weiterführen. Diese Strategie, zur Qualitätssicherung die passenden Paarungspartner auszuwählen, wird Strategische Paarung genannt. Sie ist der Schlüssel für den Zuchtfortschritt in der Rasse, nicht die Zuchtwertschätzung an sich.  
Der Verein setzt auf die Eigeninitiative der Züchter, unter Berücksichtigung der sonstigen Form-, Wesens- und Leistungsmerkmale eine möglichst gute HD- und OC(D)-Paarungen zu machen. Eine Grenzwertfestlegung ist jedoch sinnvoll. Keine Paarung mehr mit einem Mittelwert von über 100 zuzulassen bedeutet, die Welpenkäufer vor Tieren aus sehr riskanten Anpaarungen zu schützen und es bedeutet auch, die Welpen selbst vorsorglich so gut wie möglich vor Schmerzen und Beeinträchtigungen zu bewahren.  

 

Nach diesem Grundsatz handele ich beim DD vom Schultenort, seitdem wir die genomische Zuchtwertschätzung im VDD zur Verfügung haben. (2014). 


Zuchtbasis vom Schultenort:

Basis für die Zucht sind bei mir Hunde, die bei den Zuchtprüfungen gezeigt haben, dass alle Anlagen sehr gut sind und von denen ich weiss, dass der Character bzw. das Wesen passt. Dies sind Spurarbeit, Nasengebrauch, Suche, Vorstehen und Führigkeit und bei der HZP kommt noch die Wasserarbeit hinzu. Denn die Anlagen werden weiter vererbt, deshalb liegt hier der wichtigste Maßstab für meine Zucht. Dass diese Hunde leistungsstark sind, müssen sie zusätzlich auf der VGP beweisen. Wenn sie dann auch noch 'schön' sind .........aber das entscheidet jeder für sich.

Meine Zucht von Deutsch Drahthaar Jagdhunden begann mit der 'auffälligen' DD-Hündin Queen von der Feldkante. Diese zunächst als Zuchthündin auf den ersten Blick nicht so interessant scheinende 'Vollblut-Jägerin' hatte nämlich relativ wenig Bart. Aufgrund des gesamten Haarkleides bekam sie auf der Zuchtschau jedoch ein 'vorzüglich'. Diese Einschätzung der Zuchtrichter hat sich bei den Nachkommen als Volltreffer erwiesen. Aus jedem Wurf sind bisher Hunde mit einer 12 im Haar und sehr guten Bewertungen im Formwert hervorgegangen und sind folgerichtig gesuchte Nachkommen. Auf den Treibjagden in unserer Gegend sind diese Hunde trotz ihrer Passion als sehr führige Hunde bekannt, mit denen es Spaß macht loszugehen. Die auf Prüfungen vorgestellten Junghunde haben in der Führigkeit fast alle eine 11 bekommen und sind HD-frei, OCD-frei, ED-frei und vWD-frei Stammhündin Queen von der Feldkante, gew. 13.8.2005 Leistungsdaten: VJP 74 Pkt, HZP 185 Pkt, VGP I/340 ÜF, A.H., Bringselverweiser Zuchtschau-Ergebnis: sg 11 / v 12


Bei meiner Zucht habe ich einen besonderen Anspruch